Willkommen bei Joseph Stoll aus Bensheim


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Theatergruppe Oald Bensem - 2014 - Der Kurschatten - Veilchenduft im Ommnibus

Die Theatergruppe Oald Bensem präsentiert ihr neues Stück:

Der Kuschatten – Veilchenduft im Omm-nibus 

Dieses Jahr ist es wieder soweit. Die Theatergruppe der Heimatvereinigung Oald Bensem präsentiert ihr neues Stück und beweist ein weiteres Mal, dass ihre Mitglieder ein abendfüllendes Schauspiel auf die Bühne bringen können, welches neben der Verwendung der reizvollen Bensheimer Mundart auch Jung und Alt zum Lachen bringen kann. 

 Kaum ist der Vorhang gelichtet, schon tritt Opa Otto (Rudolf Wolf) ins Rampenlicht und versucht mit Veilchenduft und Meditation seiner verstaubten Leidenschaft auf die Sprünge zu helfen, ein Unterfangen welches aufgrund der gewählten Vorgehensweise – der Brautschau auf dem witwengefüllten Friedhof – nur in Irrungen und Wirrungen enden kann. Als dann auch noch Erwin und Emma Schläfer (Peter Jeckel und Sonja Rödel) aus der Kur nach Bensheim zurückkehren und glauben ihre Kurschatten hinter sich gelassen zu haben, nimmt das Chaos seinen Lauf. Das liebevoll dekorierte Wohnzimmer entwickelt sich zu einem Taubenschlag der aufeinandertreffenden und sich verwechselnden Familienmitglieder sowie deren Liebschaften und Internetbekanntschaften. Der Sohn des Hauses, Lars Schläfer, gespielt von K.-D. Melzer, verliebt sich in die durch Opa Ottos Internetanzeige angelockte Romana (Melanie Vollrath), die ihn dazu bringt Frauenkleider zu tragen, um dies als Liebesbeweis werten zu können. Erwins Freund (Friedhelm Volk), beobachtet das Ganze als stetiger Besucher des Hauses Schläfer und verliert dabei selbst die Übersicht und vor allem sein Herz an Erwins unverhofft erscheinendem Kurschatten Klara von Geldig. Während Frau Schläfer versucht ihren „Franzosen“ – Charles de la Pissoir, eigentlich Karl Notdurft, gespielt von Daniel Faust – vor dem noch vermeintlich abwesenden Hausherren zu verbergen, wobei dieser in eine Frauenrolle geschlüpft ist und so die gesamte Situation live miterleben kann, taucht auch noch die BA-Reporterin, Sabine Klick gespielt von Daniela Zeig, auf und verkündet den Gewinn von 25.000 € für die vorbildlichste Familie Bensheims… 

Nur einer zieht sein Ding gnadenlos durch… Opa Otto. 

Wer sich für 2 ½ Stunden herzhaft amüsieren möchte und dabei noch auf etliche Bensheimer Wörter treffen möchte, die keine Äquivalente in der Hochlautung haben, der sollte die noch anstehenden Termine im Bensheimer Parktheater nutzen. Eintritt 9 €. Parktheater Bensheim, 21. und 22. November 2014.

Joseph-Stoll-Passage

NLJS_CV_0619 Eröffnung der Joseph-Stoll-Passage am 04.09.1966; Nachlass Joseph Stoll Bensheim, Stoll-Berberich 2016
Die Joseph-Stoll-Passage war nicht nur eine Gedenkstätte für den Bensheimer Joseph Stoll, der stets auf die Verschönerung des Stadtbildes von Bensheim bedacht war, sondern sie sollte auch alle Bürger ansprechen für ihre Heimatstadt zu wirken.

Diese Passage, inmitten der Stadt, zwischen Bahnhofstraße und Schlinkengasse gelegen, war der Privatinitiative eines Freundes und Gönners, des Ehrenmitglieds der Heimatvereinigung "Oald Bensem", Herrn Fabrikant Andreas Zieringer, zu verdanken. Die Joseph-Stoll-Passage wurde im Rahmen der 1200-Jahr-Feier der Stadt Bensheim, am 4. September 1966 feierlich eingeweiht. Am Sonntagmorgen hatte der Geschäftsführende Vorsitzende der Heimatvereinigung Oald Bensem, Stadtamtmann Hans Roth, in Anwesenheit der Witwe des Verstorbenen Heimatdichters, Margarete Stoll, ihrer Familie, Bürgermeister Wilhelm Kilian sowie Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung die Büste von Joseph Stoll im Mittelpunkt der Passage feierlich enthüllt und die "Joseph-Stoll-Passage" ihrer Bestimmung übergeben.

An den Wänden waren in kunstvoller Graffito-Ausführung Motive der Bürgerwehr und Biedermeier, eine Postkutsche, die Wappen der Bensheimer Adelsgeschlechter zu sehen und in Versalien die Inschrift: "Josef Stoll 1879-1956 Heimatdichter und Heimatforscher, Gründer der Heimatvereinigung "Oald Bensem", Bürgerwehr und Biedermeiergruppe". Ergänzt wurde die Passage im Jahre 1969 durch ein schönes Relief von der Bergstraße.

Die künstlerische Gestaltung der Passage oblag Herrn Gewerbelehrer Franz Freyer. In monatelanger mühevoller Arbeit hatet er diese Passage geschaffen. Die Büste von Joseph Stoll wurde von dem Bruder Raphael - bekannt als Bensheimer Bildhauer Tilman Zobel - von der Abtei Neuburg bei Heidelberg modelliert. Den Bronzeguß nach diesem Modell hat die Kunstgießerei A. Como, Frankfurt a.M. vorgenommen.

2007 traf die Bekleidungskette C & A die Entscheidung ihre bisherige Filiale in Bensheim zu erweitern und durch einen Neubau Verkaufsräume auf den Grundstücken zwischen Bahnhofsstraße und Schlinkengasse zu errichten. Dies betraf auch die Joseph-Stoll-Passage, die dadurch wegfiel.

Vergleiche hierzu insbesondere die Artikel des Bergsträßer Anzeigers, 19. Juli 2007, Seite 9 und 02. Oktober 2008 , Seite 11.

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Bilder

Joseph Stoll-Platz

Halb versteckt, neben der ehemaligen Stadtmühle, ist ein Plätzchen, das sein heutiges Aussehen und seine Entstehung dem Vereinsgründer Joseph Stoll verdankt. Es ist der Platz mit dem Brunnen der "Fraa vun Bensem". Josef Stoll, der sich zum Ziel gesetzt hatte, Bensheim für den Fremdenverkehr zugänglicher und attraktiver zu gestalten, errichtete nach der Sage um die "Fraa vun Bensem" im Stadtmühlenviertel ein Denkmal.

Die Sage erzählt, daß Bensheim gegen Ende des 30jährigen Krieges von den protestantischen Truppen, Schweden und Franzosen, erfolgreich belagert wurde. Auf dem Marktplatz soll nach einem Gemetzel das Blut der Bürger in Bächen heruntergeflossen sein. Tage später kamen die Truppen der katholischen Liga, die Bayern, die nach kurzer Belagerung in die Vorstadt eindrangen. Vergeblich versuchten sie in die Altstadt vorzudringen, was aber durch die Stadtmauer und die "Rinne" erschwert war. Eine alte Frau zeigte ihnen einen unterirdischen Gang durch den das Wasser der Stadtmühle abfloß - und führte die Bayern in der Nacht "hinnerum"in die Altstadt. Nach einem heftigen Kampt waren die Besetzer besiegt. Durch die Tat der alten Frau entstand die Sage um die Fraa vun Bensem und das Sprichwort: "Hinnerum, hinnerum wie die Fraa vun Bensem". Als lebendes Vereinssymbol verkörperte über Jahre hinaus Anna Mohr die Fraa vun Bensem und [...] auch die heutige Fraa vun Bensem, Frau Doris Walter, haucht bei den vielen offiziellen Anlässen des sagenhaften Gestalt Leben ein und erfreut die Menschen durch ihre Reden auf Bensheimer Mundart.


Nach dem Tode von Joseph Stoll im Jahre 1956 wurde 1957 von der Heimatvereinigung "Oald Bensem" ihm zu Ehren am Brunnen der "Fraa vun Bensem" eine Holzsäule errichtet, auf der die einzelnen Uniformen und Trachten der Vereinigung eingeschnitzt sind. Die Stadtverwaltung ehrte Joseph Stoll damit, daß sie den Platz an der Stadtmühle in "Joseph-Stoll-Platz" umbenannte. Hierdurch sollte die Bensheimer Bevölkerung immer wieder an das Schaffen und Wirken von Joseph Stoll erinnert werden.

Auch wenn die Namengebung durch den Stadtrat 1957 beschlossen wurde, wurde der Name "Joseph-Stoll-Platz" nicht konsequent angewandt. In manchen Stadtplänen wurde er als "Joseph-Stoll-Platz" geführt, in anderen hingegen als "Zur Stadtmühle". Auch Stadtpläne die von der Stadt Bensheim oder als Werbematerialien von Firmen oder Parteien herausgegeben wurden, sind hier nicht einheitlich gestaltet. 2007 entschied der Bensheimer Stadtrat nach Vorlage des Gutachtens den "Joseph-Stoll-Platz" zu entnamen.

entnommen: Heimatvereinigung "Oald Bensem" (Hrsg): Festschrift zum 50 jährigen Jubiläum der Heimatvereinigung "Oald Bensem" e.V. , Historischen Bürgerwehr "Joseph Stoll Bensheim und Biedermeiergruppe, Bensheim, 1981, Seite 44-45; ergänzt: Stoll-Berberich 2012.

Dokumente

Bilder

Einweihung des Joseph-Stoll-Platz 1957

Aufnahme von der Einweihung der Fraa vun Bensem, Urkunde der Stadt Bensheim, Einweihung Joseph Stoll Platz

Joseph Stolls Bensheim

Warum eine eigene Rubrik namens „Joseph Stolls Bensheim“ im Bereich „Bensheim“? 


Man muss sich beim Lesen meiner Texte und Betrachten meiner Bilder darüber im Klaren sein, dass das Bensheim, so wie ich es darstelle, mehr als 100 Jahre zurückliegt und nicht nur die normalen städtebaulichen, demographischen und sozialen Veränderungen das Stadtbild verändert haben, sondern auch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges für „mein Bensheim“ grundlegende Einschnitte darstellen.

Als ich in Bensheim aufwuchs, lebten gerade mal 8000 Menschen in Bensheim, die Stadt war von Handwerk und Landwirtschaft geprägt und ein Kurfürst war verantwortlich für das Wohl seiner Untertanen. Durch die mittelalterlichen Gässchen fuhren Kutschen und der Bahnhof stellte das Tor zur großen, weiten Welt dar.

All das gibt es so nicht mehr, die Straßen und Gassen sind dem Verkehr kaum noch gewachsen und Bensheim hat ein Vielfaches an Bewohnern dazugewonnen. Viele der Gebäude, die ich in meinen Texten beschreibe, gibt es nicht mehr, durch Kriegseinwirkungen und Abrisswahn der Nachkriegszeit unwiederbringlich verloren. Selbst Straßenverläufe haben sich verändert.

Aber vielleicht liegt auch darin der Reiz „mein Bensheim“ kennenzulernen und zu versuchen das „alte Bensheim“ zu erforschen.